Kurz-Interview mit Ronny Ackermann zu Saisonbeginn 2004/2005
23.11.2004
In der kommenden Saison steht neben dem Weltcup auch die Weltmeisterschaft im eigenen Land an. Was ist Ihnen wichtiger?
Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land ist natürlich das Größte für einen Sportler. Deshalb wird die WM in Oberstdorf ganz natürlich der Saisonhöhepunkt sein. Trotzdem werde ich die Weltcup-Rennen nicht aus den Augen verlieren und alle Wettkämpfe bestreiten. Zum Gesamt-Weltcup möchte ich jetzt noch keine Prognose abgeben. Die Saison ist lang und es kann viel passieren. Das hat man im letzten Jahr gesehen. Wenn ich nach zwei Dritteln der Weltcup-Saison vorne mit dabei bin und es gut läuft, dann kann man sich ernsthaft Gedanken über den Gesamt-Titel machen. Aber momentan steht das eher im Hintergrund. Wichtig ist es jetzt, gut in die Saison zu kommen und das Trainierte in den Wettkämpfen umzusetzen.
Wie war Ihre Saison-Vorbereitung?
Ich bin gut über den Sommer gekommen, hatte keine Verletzungen oder ähnliches und konnte deshalb ohne Probleme durchtrainieren. Das war insofern wichtig für mich, da ich in diesem Jahr die Trainingsumfänge wieder gesteigert habe. Die Mehrbelastung hat mein Körper gut verpackt und ich bin insgesamt zufrieden damit, wie es bisher gelaufen ist.
Wie ist Ihre Form jetzt, eine Woche vor dem ersten Weltcup-Rennen?
Ich bin richtig heiß auf die Saison. Wir haben im Training ja nur den internen Vergleich. Jetzt kommt´s drauf an, wo man international steht. Wegen der hohen Trainingsumfänge fehlte mir bei den letzten Vorbereitungen noch etwas die Spritzigkeit. Aber ich hoffe, dass ich diese Spritzigkeit über die ersten Wettkämpfe erlange.
Sie waren im Sommer öfter auf dem Gletscher, um Material zu testen. Gibt es Neuigkeiten?
Im Prinzip bleibt alles beim Alten. Zusammen mit meinen Ski-Ausrüster Rossignol habe ich über den Sommer viel getestet und ausprobiert. Wir haben sehr gut gearbeitet und ich hoffe, wir konnten das Material noch weiter verbessern.

