Das Warten hat ein Ende am Wochenende starten die Kombinierer in die neue Weltcupsaison
24.11.2006
In Deutschland herrschen frühlingshafte Temperaturen. Außer der Dunkelheit erinnert nichts an die Jahreszeit, kein Schnee, kein Frost lassen das Gefühl aufkommen, die Wintersportsaison ginge los.
Doch dennoch ist es wieder soweit. Spannende Wettkämpfe stehen an. Dramatik, glückliche Sieger, enttäuschte Verlierer werden uns an gemütlichen Fernsehsofasitzungen oder sogar live an Schanze und Stadion begleiten....
... und Ronny, einer der Hauptprotagonisten der vergangenen Jahre, bereitet sich ebenfalls gespannt auf die neue Saison vor. Er befindet sich mit der Mannschaft im finnischen Kuusamo, wo der Weltcup startet.
Wie sah die letzte Woche aus?
Die Jungens konnten kaum trainieren, wohl weil der Veranstalter die Schanzenanlage für die Wettkämpfe schonen wollte. Viel Schnee liegt nämlich auch im hohen Norden noch nicht.
So hat man auf dem riesigen 140m- Bakken mit einer reinen Eisspur versehen. Diese ist lt. Ronny gewöhnungsbedürftig, weil es entsprechend schnell (95km/h) auf den Tisch zu geht. Da muss das Timing stimmen. Hoffen wir, dass das Springen ansonsten keine Wetterlotterie wird.
Ronny hat aufgrund einer kompletten Materialumstellung (Rossignol hat den Sprungskibau eingestellt) relativ viel Springen trainiert und Material getestet. Im Laufskibereich setzt er jetzt auf Madshus, die seit Jahren sehr gutes Material bereitstellen:
Ich bin sehr gespannt, wie sich das Material im Wettkampf verhält. Die Strecken sind sehr anspruchsvoll und bieten kaum Gelegenheit zur Regeneration. Da spielt ein sehr guter Ski eine entscheidende Rolle. Dazu kommt, dass sich auch die Streckenverhältnisse sehr schnell und sehr stark ändern können. Das ist auf jeden Fall eine Herausforderung für unser Technikerteam.
Die Spannung von Ronny können wir sicher auf uns übertragen. Es bleibt uns, ihm die Daumen zu drücken und zu sehen, wie der Start in die Saison funktioniert. Das Saisonziel, die WM in Japan, steht zwar im Mittelpunkt, aber gute Weltcups sind immer eine äußerst wichtige Angelegenheit.
Peter Anacker


