Ackermann geht verschnupft in die Weltcups

26.11.2003

Rovaniemi (FIN), 26.11.2003 – Schlechte Nachrichten für den Nordischen Kombinierer Ronny Ackermann: Kurz vor Saisonbeginn wurde bei dem Gesamtweltcupsieger und Weltmeister der Nordischen Kombination eine bakterielle Infektion in den Nasen­nebenhöhlen festgestellt. Trotzdem startet der 26-jährige Titelverteidiger in Absprache mit seinem Trainer Hermann Weinbuch und dem Mannschaftsarzt Dr. Geiger bei den ersten Weltcups im finnischen Kuusamo und verschiebt die Behandlung mit Antibiotika auf die Wettkampfpause Mitte Dezember.

 

„Es hat sich herausgestellt, dass der Schnupfen, den Ronny schon seit einiger Zeit mit sich herum­schleppt, auf eine an sich harmlose bakterielle Infektion zurück­zuführen ist“, sagt Dr. Geiger. Diese schlage sich nicht unmittelbar auf die Leistung nieder, wie die Ergebnisse der ersten Test­wettkämpfe bewiesen haben. „Doch bei jeder intensiven körperlichen Belastung wie zum Beispiel bei einem Wettkampf wird das Immunsystem besonders beansprucht. Durch den zeitlich engen Wettkampf-Kalender mit je zwei Weltcupstarts an einem Wochenende kann es passieren, dass das Immunsystem suprimiert wird und der Infekt sich verschlechtert.“

 

Große Enttäuschung natürlich bei Ronny Ackermann angesichts dieser Diagnose: „Ich fühle mich eigentlich ganz gut und will die Ergebnisse aus dem Training nun auch im Wettkampf umsetzen. Wenn der Körper allerdings streikt, dann kann man das nicht ändern. Dann muss ich halt entsprechend reagieren und eventuell auf den einen oder anderen Wettkampf verzichten.“

 

An den kommenden drei Wochenenden erwarten die Nordischen Kombinierer je zwei Wettkämpfe im finnischen Kuusamo, im norwegischen Trondheim und im italienischen Val di Fiemme. Danach haben die Athleten gut zwei Wochen Pause, bevor der Weltcup-Zirkus am 30. Dezember in Oberhof in die zweite Wett­kampf­periode geht. Diese Wett­kampfpause will Ronny Ackermann zur Antibiotika-Behandlung nutzen.