Ein Dutzend Fragen an Ronny Ackermann

04.02.2005

Frankfurt am Main, 4. Februar 2005 - Einst galt er als "schlampertes Genie". Dann gewann der "Typ zwischen Genie und Wahnsinn", wie ihn einmal eine Tageszeitung beschrieb, Weltmeistertitel und zweimal den Gesamt-Weltcup. Sein Erfolgsgeheimnis: Trotz seines unbändigen Siegeswillens und Trainingsfleißes hat er seine natürliche Lockerheit bewahrt.

Mit Sprungskiern und Sturzhelm, im Rennanzug und mit Strickmütze - so kennen die meisten Menschen Ronny Ackermann, der die Nordische Kombination in Deutschland wieder salon- und vor allem medientauglich gemacht hat. Im Wettkampf als verbissener Kämpfer bekannt, wird aus dem 27-jährigen Thüringer abseits der Loipe ein sympathischer Draufgänger, der mit flotten Sprüchen und kessen Fotos auf sich aufmerksam macht. Sein Trainer Hermann Weinbuch, selbst erfolgreicher Kombinierer vergangener Tage, sagt über seinen Schützling: "Das Verrückte bei Ronny ist: Bei all seinem Ehrgeiz schafft er immer noch, sich eine gewisse Lockerheit zu bewahren. Das ist ganz wichtig bei ihm."

Eine gute Woche vor dem Start der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf gibt "Acker" Einblick in sein Privatleben und verrät, wie sein Leben jenseits des Wintersports aussieht.

Ronny Ackermann, wie verwöhnt ein hart ackernder Athlet wie Sie seinen Körper?

Ich bleibe so lange im Bett liegen, bis sich der Körper von selbst regt und es im kleinen Zeh anfängt zu jucken. Irgendwann wird das dann so schlimm, dass ich einfach nicht mehr liegen bleiben kann. Aber das kann mitunter 15 Stunden dauern.

Wie belohnen Sie sich für Ihre sportlichen Erfolge?

Mit einem extragroßen Nachschlag beim Essen.

Haben Sie eine heimliche Leidenschaft?

Schokolade. Und Geschwindigkeit erleben, sei es beim Fallschirmspringen, beim Kartfahren oder sonstwo.

Gib es Dinge, die Ihnen peinlich wären?

Wenn mich der Trainer bei McDonalds erwischen würde.

Was haben Sie von Ihrem ersten selbstverdienten Geld gekauft?

Ich habe mir als erstes einen Mars-Riegel gekauft.

Auf welchen Luxus wollten Sie nicht verzichten?

Mein ganzes Leben lang Zeit für Sport zu haben und gesund zu bleiben.

Was wäre für Sie ein unmoralisches Angebot?

Für Geld einen Endspurt zu verlieren.

Was ist Ihr Hauptcharakterzug?

Ehrlichkeit, Direktheit

Macht Geld sexy?

Gegenfrage: Bin ich weniger sexy als Bill Gates?!?

Welchen Kick würden Sie gerne erleben?

Ich möchte noch mal von der Großschanze springen und dann die 200 Meter knacken. Bisher habe ich einen Satz auf "nur" 196,5 Meter gemacht.

Ihr Lebensmotto?

Spaß haben am Leben und sich in seinem Umfeld wohlfühlen.

Was kommt nach dem Spitzensport? Wo wollen Sie in 10 Jahren stehen?

Auf dem Golfplatz. Zumindest gelegentlich.

Die Fragen stellte Jens kleine Brörmann.


Bild-Hinweis: Vertreter der Medien erhalten die Bilder von Ronny Ackermann digitalisiert in druckfähigem Format bei der Deutschen Sport-Marketing GmbH. Kurzes Mail an untenstehende Adresse reicht aus. Zudem gibt es die Möglichkeit, die Bilder unter www.dsm-olympia.de herunter zu laden.

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