Zwangspause zur Halbzeit
24.02.2009
Das erste WM-Training der Kombinierer auf der Großschanze von Liberec ist dem starken Wind zum Opfer gefallen und ersatzlos gestrichen worden. "Die Normalschanze ist ja noch geschützt, aber die große steht voll im Wind", sagte der deutsche Sprungtrainer Andreas Bauer.
Das Team um den viermaligen Weltmeister Ronny Ackermann und Liberec-Silbermedaillengewinner Tino Edelmann nutzte den unfreiwilligen Ruhetag zu einem Lauftraining. Nachdem es beim Einzelwettkampf am Sonntag erstmals seit acht Jahren keine deutsche WM-Medaille gegeben hatte, greift das deutsche Team im Mannschaftswettbewerb am Donnerstag nach der ersten Goldmedaille in dieser Disziplin seit 22 Jahren.
Dabei hofft das deutsche Team auf besseres Wetter: kein Schneefall und keine Temperaturen um den Gefrierpunkt. "Das waren für die Techniker ganz schwierige Bedingungen. In den nächsten Tagen soll ja aber mit dem Schneien aufhören. Dann sieht es wieder besser aus", ist sich Ronny Ackermann sicher.
Ackermann kam im Gundersen-Wettbewerb auf Platz 13 ins Ziel und hatte zum WM-Auftakt den Massenstart auf Rang 19 beendet. Im Team-Wettbewerb am Donnerstag wird von der Großschanze gesprungen, bevor die Entscheidung über die Medaillenvergabe im Staffelrennen über 4x5 km fällt. Am Samstag folgt die Gundersen-Entscheidung vom großen Bakken. "Die größere Schanze liegt mir besser", betont Ackermann, der nach wie vor auf seine fünfte WM-Goldmedaille hofft.
"Wir greifen wieder an", sagt auch Bundestrainer Hermann Weinbuch vor dem Team-Wettbewerb. Nicht dabei sein wird Sebastian Haseney, der zwar im Gundersen-Rennen mit Rang sieben sein bestes Saisonresultat erzielte, aber das Quartett mit Ackermann, Tino Edelmann (Zella-Mehlis), Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) und Eric Frenzel (Oberwiesenthal) schon vor der WM gesetzt war.
Fotos aus Liberec gibt es in der Bildergalerie.


