Die Schattenberg-Schanze in Oberstdorf. Hier stürzte Ronny hier beim Training zum Sommer Grand Prix. Foto: dpa

Glück im Unglück: Ronny muss nach Sturz einige Wochen pausieren

13.08.2009

Der 32-jährige Nordische Kombinierer hatte sich am Mittwochabend beim offiziellen Training zum Sommer Grand Prix auf der Oberstdorfer Schanze mehrfach überschlagen. Dabei zog sich der vierfache Weltmeister Hämatome und eine Knochenstauchung im Bereich der Brustwirbelsäule zu. "Ronny hatte definitiv Glück im Unglück", erklärte DSV-Mannschaftsarzt Dr. Florian Porzig nach Abschluss der Untersuchungen. "Es wird aber wohl einige Wochen dauern, bis er wieder voll belastbar und schmerzfrei ist."
Bereits in Nacht hatten die behandelnden Ärzte in der Klinik Immenstadt nach Auswertung der Computertomografie eine erste Entwarnung geben können. Inzwischen wurde Ackermann wieder aus dem Krankenhaus entlassen und konnte die Heimreise antreten.
"Es geht mir den Umständen entsprechend gut. Die Prellungen schmerzen natürlich, aber ich bin in erster Linie froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist", vermeldete Ronny noch auf der Fahrt nach Thüringen. Den Sturz selbst hat er gut in Erinnerung: "Ich habe gleich nach dem Absprung gemerkt, dass sich die Bindung gelöst und der Ski keinen Halt mehr hat – aber da war es dann auch schon zu spät und ich dachte nur: Augen zu und durch."
Zuhause möchte er sich erst einmal ausruhen und Kraft tanken. "Ich bin ganz zuversichtlich, dass ich in vier bis sechs Wochen wieder voll ins Training einsteigen kann. Letztendlich hängt das aber vom Heilungsprozess ab – ich möchte auch nichts überstürzen", gibt Ronny vorsichtige Prognosen ab. "Glücklicherweise habe ich in den bisherigen Wettkämpfen, was meine Form betrifft, schon einige Erkenntnisse sammeln können. Die Zwangspause nutze ich jetzt einfach als Regenerationsphase. Das sollte mich in der Vorbereitung auf die Saison und die Olympischen Spiele nicht allzu sehr zurückwerfen. In meiner Karriere hab ich schon viele kleinere und größere Rückschläge hinnehmen müssen – meinen Optimismus habe ich mir aber immer behalten und das bleibt auch so."
 "Das Wichtigste ist, dass Ronny keine bleibenden Schäden davongetragen hat", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch. "Aber so ein Sturz steckt einem natürlich schon noch eine Zeit lang in den Knochen. Gott sei Dank ist er so routiniert, um das Ganze auch mental gut und schnell verarbeiten zu können."