Zweimal in die Top-Ten
08.12.2008
Nach einem Sieg und Platz am Auftakt-Wochenende in Kuusamo konnte sich Ronny Ackermann beim Weltcup in Trondheim zwei Top-Ten-Plätze sichern. Am Samstag erkämpfte der Thüringer nach starker Aufholjagd in der Loipe Rang fünf. Beim Rennen am Sonntag lief Ackermann nach Platz 17 im Springen noch auf Rang zehn.
Wettkampftag 1 / 6. Dezember 2008
Von Platz acht auf fünf, mehr war für den formstarken Ronny Ackermann beim zweiten Weltcup der Nordischen Kombinierer am Samstag in Trondheim leider nicht drin. Drei Sekunden fehlten nur auf Sieger Magnus Moan (Norwegen), der Jason Lamy Chappuis (Frankreich) und Anssi Koivuranta (Finnland) auf die Plätze zwei und drei verwies.
Nach dem achten Rang im Springen zeigte sich Ackermann zufrieden: "Mein Sprung hat mir besonders gut gefallen, denn es war der beste, der mir hier gelungen ist." Mit 43 Sekunden Rückstand auf Koivuranta ging der Weltmeister nach der erste Teildisziplin ins Rennen. "Ich denke Koivuranta wird davon gehen. Aber dahinter ist bis zum 20. Platz alles drin, die Abstände sind sehr gering", so Ackermann, der dann im Sog von Moan, der die Verfolgergruppe schnell anführte, den Finnen jagte.
Ackermann attackierte zwei Kilometer vor dem Ende, "das war wohl zu zeitig. Da haben mir hinten dann die Körner gefehlt", bekannte "Acker". Zu kämpfen hatte er wie alle Athleten auch mit den äußeren Bedingungen: "Auf der Strecke waren teilweise minus 15 Grad."
Wettkampftag 2 / 7. Dezember 2008
Am Sonntag war es dann wieder der Finne Anssi Koivuranta, der die Nase vorne hatte. Björn Kircheisen sicherte sich Platz zwei, Dritter wurde der Franzose Jason Lamy Chappuis.
Nach Platz fünf am Samstag wollte auch Ackermann noch einmal angreifen, aber eine Erkältung behinderte ihn. „Im Springen ist er noch nicht konstant, sucht seine Idealposition in der Anfahrthaltung. Und heute kam dann im Laufen dazu, dass er nicht ganz fit ist“, sagte Weinbuch. So konnte „Acker“ nicht sein Tempo gehen, war auf Hilfe durch eine Gruppe angewiesen.
„Nach Ende der ersten Runde habe ich einen richtigen Einbruch erlebt und hatte schon etwas Angst. Aber dann habe ich mich noch gefangen und konnte mit den anderen mitgehen. Ich bin zufrieden», sagte Ackermann, der nicht nur mit seinen Halsschmerzen, sondern auch mit den beinahe arktischen Temperaturen zu kämpfen hatte: "Mir sind bei minus 15 Grad fast die Finger abgefroren. Unter den Anzug hatte ich mir jede Menge Zeitungen gestopft."
Weinbuch und seine Athleten hoffen nun, dass der am kommenden Wochenende abgesagte Weltcup in Liberec vielleicht doch noch in Pragelato nachgeholt wird. «Wir brauchen die Wettkämpfe. Ein Ausfall würde sehr wehtun», betonte Weinbuch, kündigte aber für den Fall der Fälle ein Spezial-Sprungtraining an. «Da werden wir etwas an der Sprungtechnik arbeiten», sagte der Coach.


