Comeback mit Licht und Schatten
12.01.2009
Gemischte Gefühle für Ronny Ackermann beim Weltcup eins nach der krankheitsbedingten Zwangspause: Nach Platz 25 am Samstag konnte der Thüringer einen Tag später mit Platz 5 ein gelungenes Comeback feiern.
Wettkampf 1 / Samstag, 10. Januar
Zum Auftakt im italienischen Predazzo traten die Kombinierer beim Massenstart an – die Wettkampfform wurde im Rahmen des Weltcups zum letzten Mal ausgetragen, lediglich bei der WM in Liberec im Februar heißt es für die Athleten nochmals: erst in die Loipe und anschließend auf die Schanze.
Mit einem Mini-Vorsprung konnte sich Vize-Weltmeister Björn Kircheisen am Ende des ersten Wettkampftages durchsetzen. Bei seinem zweiten Saisonsieg lag der 25-Jährige aus Johanngeorgenstadt 0,5 Punkte vor dem Österreicher Bernhard Gruber. Dritter wurde der Norweger Jan Schmid, Tino Edelmann aus Zella-Mehlis sprang auf Rang acht. Ronny Ackermann, der krankheitsbedingt mehrere Wochen pausieren musste, verlor bereits im Lauf 1:30 Minuten. Mit zwei Sprüngen auf jeweils 120 Meter konnte er sich nicht wesentlich verbessern und wurde 25.
Wettkampf 2 / Sonntag, 11. Januar
Am Sonntag lief es für den viermalige Weltmeister schon wesentlich besser – nach dem Springen lag der 31-Jährige sogar in Führung. Am Ende kam Ackermann mit 13,1 Sekunden Rückstand auf Sieger Magnus Moan als Fünfter ins Ziel. Moan lief bei seinem dritten Saison-Erfolg von Rang 13 nach vorn und gewann in 26:19,1 Minuten mit 4,1 Sekunden vor seinem Teamkollegen Jan Schmid, der sich im Schlussspurt knapp vor dem Tschechen Pavel Churavy behauptete.
Mit einem Flug auf 130 Meter bei noch guten Bedingungen sicherte sich Ronny Ackermann den Sprung-Erfolg. «Ein tolles Gefühl, mal wieder ein Springen zu gewinnen», sagte er und kündigte an, sein eigenes Tempo über die 10 Kilometer gehen zu wollen. «Dann schaue ich mal, was heraus kommt», sagte «Acker». Er gab sein Bestes, doch dem kräftigen Antritt von Magnus Moan (Norwegen) hatte er noch nichts Gleichwertiges entgegen zu setzen. «Ich hatte gehofft, mitgehen zu können und vielleicht auf das Podium zu kommen. Aber die Kraft hat ganz einfach noch gefehlt. Aber mit dem fünften Platz bin ich sehr zufrieden», sagte Ackermann, der nun eine Wettkampfpause einlegt und nicht zur nächsten Weltcup-Station in die kommenden Olympia-Stadt Vancouver fliegt.
Stattdessen trainiert er mit Georg Hettich (Schonach- Rohrhardsberg) und Eric Frenzel (Oberwiesenthal) in Predazzo. «Die Krankheiten einzelner Athleten haben uns etwas zurückgeworfen. Da müssen wir jetzt mit jedem individuell arbeiten und eben auch mal auf einen Weltcup verzichten», begründete Weinbuch seine Einsatzplanung.


